geht’s noch?

geht’s noch?

Stellen Sie sich vor, sie wollen mit Freunden gemütlich essen gehen. Im Lokal ihrer Wahl werden sie begrüßt, platziert – selbstverständlich mit Maske – und ihre Bestellung entgegen genommen. Und dann passiert mal lange nichts. Nach einiger Zeit wird dann doch die erste Speise gebracht. Leider nicht die speziell für Ihre Kinder als „express“ erbetene Kleinigkeit, aber sie sind zuversichtlich, dass es jetzt los geht. Doch wieder nichts. Nach einer Weile trauen sie sich höflich nachzufragen, ihre Kinder und manche ihrer Begleiter werden langsam unruhig. Ihnen wird versichert dass ihre Bestellungen bereits „in Verteilung“ seinen. Mit dieser Information fühlen sie sich nur wenig geholfen, aber vereinzelt und wahllos eintreffende Speisen geben neue Hoffnung. Sie sollten enttäuscht werden. Auf weiteres Nachfragen wird erwiedert, dass einige Speisen wegen eines Zustellhindernisses nicht serviert werden konnten oder niemand am Platz gewesen wäre worauf das Gericht an der Theke hinterlegt wurde. Dort weiß man davon leider nichts. Schlussendlich muss auch die Restaurantleitung eingestehen, dass sie vom Verbleib mancher Speisen keine Ahnung hat. Bis zum Ende des Abends sollte sich ihre Runde halbiert haben. Ihre Kinder sind mit lautem Geschrei davongelaufen, manche ihrer nun ehemaligen Freunde geben ihnen die Schuld an der Wahl des Lokals.
Sie erhalten ihre Rechnung auf der alle Bestellungen – selbstverständlich auch jene die sie nie erhalten haben – enthalten sind. Für die nie gebrachte Kleinigkeit für die Kinder wird zudem das doppelte verrechnet, da sie ja express war. Gewesen wäre. Um das Erlebte einordnen zu können fragen sie nach ob das hier so üblich sei und erhalten als Antwort, dass Weihnachten dieses Jahr besonders lange dauert. Willkommen bei der österreichischen Post.

das ist nicht lustig

Es ist überhaupt nicht lustig, wenn wiederholt unsere Sendungen in großer Zahl verschwinden. Ein Beispiel: von 11 Sendungen am 22.5. sind heute eine Woche später noch neun! irgendwo. Wie auch eine Expresssendung vom 19.5. Und das sind nur die letzten Highlights. Gleich mal hintennach: diesen Text widme ich dem Management der österreichischen Post. Explizit nicht gemeint sind jene überwiegend schlecht bezahlten MitarbeiterInnen oder über Subfirmen (siehe Falter 22/20 „Geliefert“) Angestellte bis Scheinselbständige, die das Schlamassel ausbaden müssen.

Corona, ja. Jetzt doch schon ein paar Monate. Und irgendwie haben es doch die meisten geschafft mit dem mehr/weniger/anders zu arbeiten. Wir versuchen hier Tag für Tag die Qualität in unseren Produkten und in unserem Service hoch zu halten, um das Überleben unsers Unternehmens in dieser für uns auch nicht gerade einfachen Zeit zu sichern. Es ist zermürbend wenn all diese Bemühungen ins Leere laufen, ohne dass wir etwas ändern können. Es ist unproduktiv mehrere Stunden jeden Tag in die Nachverfogung und die Kommunikation zu Paketsendungen zu investieren.

Anderer Zusteller? Ja, sicher. Können wir nur nicht von heute auf morgen umstellen. Und – soviel noch als versöhnenden Schluss: wir mögen die Post. Es funktioniert bis auf kleinere Aussetzer bislang immer alles sehr gut. Und irgendwo bleibt auch die Hoffnung, dass die österreichische Post ihre MitarbeiterInnen besser behandelt als ein rein privates Unternehmen. Wobei… Und ich gebe meinem Lieblingswirt auch gerne wieder eine Chance, wenn ein Abend mal nicht perfekt klappt. Aber der würde sich entschuldigen.

Allen KundInnen der kaffeefabrik, die aktuell und schon zu lange auf ihren Kaffee warten – wir versuchen alle Pakete auf korrekte Zustellung zu verfolgen und versenden notfalls erneut. Aber zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir bemühen uns um schnelle Hilfe.

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