kaffeefabrik kaffeebar und kaffeerösterei – favoritenstrasse 4-6, 1040 Wien, Montag – Freitag 8-18 Uhr, Samstag 11-17 Uhr, Tel: +436601789092info@kaffeefabrik.at

Unsere Kaffeeproduzenten

Damit jede Tasse Kaffee, die Sie bei uns trinken, und der Kaffee den Sie mit nach Hause nehmen noch ein bisschen einzigartiger wird, wollen wir hier ein wenig über die Herkunft unserer verschiedenen Kaffeesorten berichten:

Die Mehrheit unserer Kaffees – konkret alle bis auf „disco“ – beziehen wir *direkt von unseren Kaffeeproduzenten, das heißt unter Umgehung von Zwischenhändlern.

Grandoro dt* Biosfair S.A. Jinotega, Nicaragua

Unseren Grandoro beziehen wir direkt von unserem Partner Biosfair S.A. Spezialitäten aus besten Lagen über 1100 Meter Seehöhe im Norden Nicaraguas. Diese Art von Hochlandkaffee wird auch SHG, „strictly high grown“, genannt. Unser Kaffee wird von unseren Partnern, Kleinbauern, die meist nicht mehr als 1-3 Hektar Grund bewirtschaften, im Einklang mit der Natur angebaut – im Schatten von Bäumen und ohne, oder mit minimalem Einsatz von künstlichen Düngemitteln.

Kaffee und Bananen

In der Abgeschiedenheit der Bergregionen, in denen unsere Produzenten leben ist das Ökosystem noch intakt und die Kaffeepflanzungen zumeist in den ursprünglichen neotropischen Nebelwald eingebettet. Das Zusammenspiel von Höhenlage, vulkanischem nährstoffreichem Unterboden, dicker Humusschichten, reichlichen Niederschlägen (ausreichend Wasser), Bäumen als Schattenpflanzen und gemäßigter Temperatur bietet optimale Wachstumsbedingungen für die Kaffeepflanze. Nachteile der Abgeschiedenheit sind die schlechte und oft kaum vorhandene Infrastruktur wie Straßen, Kommunikation, Stromversorgung, Gesundheitsversorgung und Bildungseinrichtungen. Weil es keine Straßen gibt, stellt der Transport ein Problem dar. Dadurch wird der Kaffee de facto biologisch angebaut, da auch der Transport von Düngemitteln nicht oder nur schwer möglich ist. Die Bringung der Ernte erfolgt meist mit Maultieren.

Langfristiges Ziel von unserem Partner Biosfair S.A. ist es, ohne die Region zu „erschließen“, die Lebensbedingungen der Bauern mit Solarpanelen und Kleinwasserkraftwerken zur Stromgewinnung auf den Fincas zu erhöhen, sowie Schulen und Gesundheitsstationen auszubauen. Unsere Produzenten sind sich bewusst, dass im Einklang mit der Natur zu leben bedeutet, die natürlichen Ressourcen wie Wasser und den Regenwald schützen zu müssen. Viele haben durch Umgang mit Pestiziden, die sie in ihrem langen Arbeitsleben als Lohnarbeiter für große Haciendas gezwungenermaßen gehabt haben, gesundheitliche Schäden davongetragen, die sie zu einem Umdenken veranlasst haben, das sie nunmehr auf ihrem eigenen Land in einem naturnahen Anbau umsetzen.

Die Fincas sind meist ein Vielfaches größer als die bewirtschaftete Fläche und verfügen über einen gewissen Anteil an primärem und sekundärem neotropischen Nebelwald (Regenwald im Hochland). Biosfair ermutigt die Bauern dazu, den Baumbestand zu erhöhen, bzw. den primären Regenwald unangetastet zu lassen und nicht in Weideland zu verwandeln. Daher ist der Kaffeeanbau, der im Schatten der Bäume erfolgt, wenn der Absatz gewährleistet ist, eine gute Alternative zur Viehzucht. Durch Schulungen mit Agraringenieuren wird die derzeitige Anbaumethode technifiziert, dass heißt, es wird der Kaffeestrauchpflege besonderes Augenmerk gewidmet.

Wir haben zum Ziel, die Einkommen der Bauern zu erhöhen, indem wir ihnen höhere und faire Preise für ihren Kaffee zahlen. Dabei befinden wir uns weit über dem aktuellen Fairtrade – Preis, der ja auch nicht direkt an die Bauern weitergegeben wird, sondern im Gegenteil von den Bauern ebenfalls einen Beitrag einfordert. Wir vertreten die Auffassung, dass den Bauern in diesen ausgesetzten Lagen unmittelbar mit einer höheren monetären Abgeltung für ihr Produkt besser geholfen ist.

Zu andere Kooperativen von denen wir direkt beziehen (Ecuador: AACRI, Sumatra: Permata Gayo, Äthiopien: Darra Shilicho, Guatemala: Appaece, Honduras: Comsa) in Kürze mehr.

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