kaffeefabrik kaffeebar und kaffeerösterei – favoritenstrasse 4-6, 1040 Wien, Montag – Freitag 8-18 Uhr, Samstag 11-17 Uhr, Tel: +436601789092info@kaffeefabrik.at

Auf hoher See

Jetzt ist schon wieder was passiert. Erst verschwindet der bob-o-link, dann der Malawi, dann war auch noch der Honduras weg. Doch so schlimm war es diesmal nicht. Der neue Honduras von der Comsa Kooperative ist schon wieder eingetroffen und ist jetzt Teil der Seemann Mischung.

Unser Geschäftsmodell hat Stärken und leider auch Schwächen. Unsere größte Stärke ist, dass wir Jahr für Jahr mit den selben Partnern zusammenarbeiten, was sich in konstant höchster Qualität und Planungssicherheit für uns und unsere Produzenten niederschlägt.
Unsere Schwäche ist, dass wir zu viel verkaufen und somit das mit der Planungssicherheit auf unserer Seite nicht immer bis zum Schluss hält.

Könnte man ja mehr einkaufen. Machen wir auch. Ein weiteres Merkmal unseres Geschäftsmodells ist es, dass wir bei unseren Direktimporten einen hohen Mindestpreis garantieren – aktuell $2,75 pro libra, also das Pfund. Damit liegen wir ein gutes Stück über dem Fairtrade Minimum. An der New Yorker Börse lag der Kaffeepreis seit Februar 2015 nicht mehr über $ 1,40 – aktuell Februar 2016 gar bei nur $ 1,15. Und wir bieten unseren Produzenten Zugang zu einfacher zinsfreier Vorfinanzierung. Das heißt wir bezahlen unsere Einkäufe meist zu 60 % mehrere Monate vor der Verschiffung. Dadurch verfügen die Produzenten rechtzeitig in der Erntezeit über notwendiges Kapital: die Kooperativen kaufen Ihren Bauern den Kaffee Tag für Tag ab, die Bauern müssen gegebenenfalls Erntehelfer bezahlen.

Zusammengefasst bedeutet das, dass ganz schön viel Geld sehr lange gebunden ist. Und dieses System hat natürlich seine Grenzen. So kommt es dann doch mal wieder vor, dass uns ein Kaffee vor der neuen Ernte ausgeht. Wir bemühen uns aber stets, eine tolle Alternative anbieten zu können und die Pausen kurz zu halten…

Kommentare sind geschlossen.